5. Juni 2005

Gedankenflashs

Da war es wieder.
Wie aus dem Nichts.
Von einem Moment auf den Nächsten.
Das Gefühl, als laste die Endlichkeit des gesamten Universums auf dem eigenen Geist. Ein Gefühl völliger Leere, gepaart mit einer Mischung aus Angst und absoluter Unvorstellbarkeit, wie es denn ist, nicht mehr zu sein. All die Gefühle, Gedanken, Erinnerungen und Momente, die meinen Verstand prägen und mein Selbst ausmachen; nicht mehr da. Aber noch unvorstellbarer: mein Denken, mein Verstand, mein Ratio; weg. Was ist dann? Einfach alles aus. Nichts mehr?
Diese unfaßbare innerliche Leere und determinierte Nichtigkeit bleibt kurz und hart, wird für einen Moment begleitet von der Frage, ob man seinen Verstand nicht konservieren könne und löst sich dann in einer nebligen Erklärungs- und sich vor allem auf vorhandenes Wissen beziehenden Erklärungswolke meines Verstandes auf.

Nach drei bis fünf Minuten ist Alles vorbei.

Es bleibt die wage Erinnerung an einen typischen "Endlichkeitsanfall", hier einmal von mir versucht, niederzuschreiben.

Drumherum schweben für die folgenden Minuten die typischenGedankenkreise um Paradies, ewiges Leben auf der einen und Realitätsflucht und Nihilismus auf der anderen Seite. Aber lange nicht so anstrengend, weil weniger kalt, "basal", im "tiefsten Inneren" berührend.

Und die stete Neugierde, wie andere denkende Menschen mit derartigen Momenten umgehen.

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